Mundgesundheit und Inanspruchnahme oraler Päventionsmaßnahmen

Eine Begutachtungsreihe an Soldaten der Bundeswehr

Dr. Gerog Pierre Schanz

Tabelle 15: Signifikante Ergebnisse aus den 34 Pat ienteninterviews

Parameter

Ergebnis

Signifikanzniveau

Gruppe l

Gruppe III

Nichtteilnahme am Interview (n= 20 je Gruppe)

N=1 95%

N=5 75%

   

Unterschiedlichkeit des Schulabschluss / Bildungsstatus

Gymnasium: 4 Realschule: 9 Hauptschule: 6

Gymnasium: 0 Realschule: 5 Hauptschule:10

Chi-Quadrat-Test: p=0,014 signifikant

Arbeitsstatus vor Eintritt in die Bundeswehr => Arbeitslosigkeit

15% n=3

33% n=5

   

Alter des Zahnarztkontaktes

Mittelwert 5

Mittelwert 6

T-Test: p= 0,03 Signifikant

Mundhygieneaufklärung durch Zahnarzt

89,9%

73,3%

   

Keine Mundhygieneaufklärung

0%

20% N=3

   

Instruktion & Motivation zur Interdentalraumpflege

73,7%

33,3%

Chi-Quadrat-Test: P= 0,0000; höchstsignifikant

Aufklärung für Fluoridierung

47,4%

26,7%

   

Ernährungsaufklärung

52,6%

60%

   

Präventive intraoralen Prophylaxemaßnahmen

94,7%

40%

Chi-Quadrat-Test: P= 0,0000; höchstsignifikant

Parameter

Ergebnis

Signifikanzniveau

Gruppe 1

Gruppe III

Halbjährliche Zahnarztuntersuchung

78,9% Nein: n =4

33,3% Nein: n=10

Chi-Quadrat-Test: p=0,0000; höchstsignifikant

Aussetzen der Kontrolle als übliches Familienverhalten

N=1

N=4

   

Einfluss Mutter auf Wiedervorstellung

N=3

N=1

   

Erstbehandlung

68,4% Mittelwert: 13 Jahre

100% Mittelwert: 10 Jahre

T-Test: P= 0,005; höchstsignifikant

Empfehlung zur Weisheitszahnentfernung

80% nachgekommen

40% nachgekommen

   

Wahrnehmung des Zahnarztes bei Erstbehandlung

Mittelwert: 5,2 42,1% mit Wert <5

Mittelwert: 3,5 73,3% mit Wert <5

T-Test: P= 0,013; signifikant

Wahrnehmung des Zahnarztes bei heutiger Behandlung (alle mit Wert <5)

Mittelwert: 6,9

Mittelwert: 7,9 F-Test: p=0,0029

   

Letzte Besuch vor Bundeswehr

Mittelwert: 6,5 Monate

Mittelwert: 23 Monate

t-test: p=0,073

3.3 Zusammenhang von Einflussfaktoren und Extremgruppen
Die Entwicklung zu einer Therapiebedürftigkeitsgruppe ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Um diese Faktoren herauszufiltern, wurden die Extremgruppen (Gruppe l und III) zur Bestimmung herangezogen. In einer logistischen Regression wurde der Therapiebedarf in Form der definierten Extremgruppen als abhängige Variable mehreren unabhängigen Merkmalen aus den Bereichen der persönlichen und familiären Compliance, der erhaltenen Individualprophylaxe, sowie des Arbeitsund des Sozialstatus gegenüber gestellt. Als Indikator zur Antwort nach der persönlichen Compliance wurde die Frage der "Halbjahres-Kontrolle", für den Arbeitsstatus die Frage nach dem "Arbeitsverhältnis vor der Bundeswehr", für die erhaltene Individualprophylaxe die Frage nach den erhaltenen "präventiven Maßnahmen" und für den Sozialstatus die Frage nach der "Familienstruktur" gestellt.

Tabelle 16: Logistische Regression des abhängigen Parameters "Therapiebedarf" zu Einflussfaktoren aus den Patienteninterviews

Term

Odds Ratio

90%

C.I.

Coefficient

S.E.

Z- Statistic

P- Value

Halbjahres Ktr (Ja/Nein)

0,0413

0,0044

0.3906

-3,1863

1,3656

-2,3332

0,0196

Arbeits Verhältnis vor Bw (1/0)

0,1720

0,0158

1,8679

-1,7602

1,4499

-1,2139

0,2248

Arbeits Verhältnis vor Bw (2/0)

0,0372

0,0004

3,5909

-3,2904

2,7777

-1,1846

0,2362

Prav Maßnahmen (Ja/Nein)

0,0360

0,0036

0,3634

-3,3252

1,4062

-2,3647

0,0180

Familien Struktur (2/1)

1,0905

0,0931

12,7679

0,0867

1,4957

0,0580

0,9538

KONSTANTE

*

*

*

5,6032

2,3032

2,4328

0,0150

Convergence:

Converged

Iterations:

7

Final -2*Log-Likelihood:

21,6401

Cases included:

33

Test

Statistic

D.F.

P-Value

Score

18,2120

5

0,0027

Likelihood Ratio

22,6115

5

0,0004


Aus dieser Berechnung haben die Faktoren für die Compliance (die Halbjahres-Kontrolle) mit p= 0,0196 und die erhaltenen Individualprophylaxe (die erhaltenen präventiven Maßnahmen in der Zahnarztpraxis) mit p= 0,0180 zu einer signifikanten Assoziation geführt.