Da die ersten Schritte, die Studierende im Studium oder die Absolventen im Berufsleben machen, von großer Bedeutung für das spätere berufliche Selbstverständnis sind, wurde vor ein paar Jahren ein spezieller Arbeitskreis für die Weiterentwicklung der Lehre in der Zahnmedizin (AKWLZ) ins Leben gerufen. Dieser beschäftigt sich mit wichtigen Fragestellungen rund um das Thema der Aus-, Fort- und Weiterbildung, sei es an der Universität oder auch im späteren Berufsleben. So fand vom 1. bis 2. Juli 2011 in Jena bereits seine 3. Jahrestagung statt, welche mit hohem Zuspruch angenommen wurde.
Zwei sehr abwechslungsreiche Tage erwarteten die Teilnehmer. Der Freitag stand ganz unter dem Motto der „Methodenkompetenzen“ – mit der Fragestellung, welche neuen und modernen Lehr- und Lernmethoden im Bereich der Zahnmedizin existieren. Denn ohne Frage gibt es eine große Verantwortung, durch geeignete Methoden die angehenden oder bereits approbierten Zahnärzte zu begleiten und Erfolgserlebnisse zu fördern. Dafür braucht es Professionalität und Kompetenz der Lehrenden, welche in abwechslungsreichen Vorträgen und Posterpräsentationen zu den besten Lehr- und Lernmethoden dargestellt wurden.
Themen waren beispielsweise das Lernen in Großgruppen, die Potentiale
und Grenzen neuer Medien oder Lernmanagementsysteme. In zahlreichen
Diskussionen und auch in den unterhaltsamen Kaffeepausen konnten die
Teilnehmer ihre Erfahrungen und Anregungen zu den einzelnen Punkten
äußern sowie neue interkollegiale Kontakte knüpfen. Ein schönes
Abendprogramm mit einer gemeinsamen Stadtführung und Abendessen in
geselliger Atmosphäre rundete den ersten Tag in Jena ab.
Am Samstag lag der Schwerpunkt auf dem Thema „Spezialisierung“ und
welche Möglichkeiten und Trends es momentan auf diesem Gebiet gibt. Als
Vorsitzender des AKWLZ skizzierte Prof. Dr. B. Kordaß (Universität
Greifswald) in seinem Vortrag die Spezialisierung durch Studiengänge an
der Hochschule und arbeitete deren Bedeutung heraus.
Denn bereits 2005 stellte der Wissenschaftsrat in seinen Empfehlungen
zur Unterstützung der Zahnmedizin dezidiert fest: „ Zusätzlich zu den
bisherigen Formen der praxisbezogenen Weiterbildung empfiehlt der
Wissenschaftsrat den Universitäten, neue formalisierte
Weiterbildungsstudiengänge zu etablieren, die mit einem universitär zu
verleihendem Master-Titel abgeschlossen werden.“ In diesem Sinne wurden
in moderierten Posterpräsentationen verschiedene postgraduale
Masterstudiengänge wie zum Beispiel der „Lingual Orthodontics“
Studiengang (Medizinische Hochschule Hannover), der „MasterOnline
Parodontologie und Periimplantäre Therapie“ (Universität Freiburg) oder
auch der Masterstudiengang „Integrated Practice in Dentistry“ als
Kooperationsprojekt zwischen der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe und der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg
vorgestellt.
So konnten am Ende des zweiten Tages alle Teilnehmer
mit neuen Impressionen aus der Weiterentwicklung der Lehre in der
Zahnmedizin ihren Heimweg antreten.
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